Digitale Transformation gemeinsam gestalten: Was Unternehmen von SachsenEnergie lernen können

Digitale Transformation entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch Orientierung, Beteiligung und eine starke gemeinsame Basis. Telekom MMS und SachsenEnergie zeigen gemeinsam, wie Wandel gelingt, wenn man Menschen einbindet, digitale Zusammenarbeit neu denkt und damit die Grundlage für KI‑Readiness schafft.
Digitale Transformation klingt oft nach neuen Tools, Plattformen und Prozessdiagrammen. In der Realität ist sie vor allem eins: Veränderung unter neuen Rahmenbedingungen – mit Auswirkungen auf Rollen, Zusammenarbeit und Entscheidungen. Und manchmal heißt das auch: Zusammenführen, weil Organisationen wachsen, Bereiche neu geschnitten werden oder unterschiedliche Systemwelten aufeinandertreffen.
Genau das war bei SachsenEnergie spürbar: Im IT-Umfeld trafen unterschiedliche Organisationskulturen, Arbeitsweisen und Systeme aufeinander. Entscheidend war dabei nicht, möglichst schnell eine Lösung „auszurollen“. Entscheidend war, Orientierung zu schaffen, Menschen aktiv einzubinden und die Transformation gemeinsam zu gestalten.
Als Telekom MMS verstehen wir Transformation deshalb als Gestaltungsaufgabe – nicht als reines IT-Projekt. Wir verbinden Change, digitale Zusammenarbeit und eine tragfähige Daten- und Prozessbasis so, dass Unternehmen nicht nur modernisieren, sondern handlungsfähig bleiben.
Die drei Säulen nachhaltiger digitaler Transformation
Digitale Transformation ist kein einzelnes Projekt und kein neues Tool, das „alles löst“. Sie entsteht dort, wo Menschen, Arbeitsweisen und Technologien zusammenwirken – im Alltag, in der Zusammenarbeit und in den Ergebnissen.
Das Beispiel SachsenEnergie zeigt sehr anschaulich, warum es sich lohnt, Transformation entlang von drei Säulen zu denken: Veränderungskompetenz in der Organisation, gemeinsame Räume für digitale Zusammenarbeit und eine integrierte Daten- und Plattformbasis als Fundament für Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz.
Mensch – Veränderungskompetenz als Erfolgsfaktor
Digitale Transformation beginnt selten mit der Technik. Sie beginnt dort, wo sich Arbeit verändert: in Teams, in der Kommunikation, in der Führung – und in den Erwartungen an Mitarbeitende.
Bei SachsenEnergie trafen im IT-Bereich unterschiedliche Organisationskulturen, Arbeitsweisen und Systeme aufeinander. Das war mehr als eine technische Aufgabe. Es ging darum, Menschen aktiv einzubinden und den Wandel gemeinsam zu gestalten. Die konkreten Veränderungen bei SachsenEnergie waren dabei:
- neue Aufgabenstellungen im Arbeitsalltag
- neue Teammitglieder
- andere Führungskräfte
- veränderte Schnittstellen und Prozesse
Und genau das ist der Moment, in dem viele Transformationen ins Stocken geraten:
Wenn zu viele Veränderungen gleichzeitig passieren und Orientierung fehlt.
-> Erfahren Sie mehr über unser Referenzprojekt Veränderungen erfolgreich gestalten: Change-Beratung für den IT-Bereich.
Wie SachsenEnergie den Wandel begleitete
Damit Veränderung nicht einfach „passiert“, sondern bewusst gestaltet wird, setzte SachsenEnergie auf klare Strukturen, gezielte Unterstützung und Raum für Beteiligung.
- Crossfunktionales Projektteam fungierte als stabile Brücke zwischen Teams, Prozessen und Denkweisen
- Strukturiertes Vorgehen nach dem ADKAR-Modell , stellte sicher, dass individuelle Bedürfnisse und Voraussetzungen der Mitarbeitenden im Veränderungsprozess berücksichtigt wurden
- Feedback-Formate wie das World Café ermöglichten offene Diskussionen und wertvolle Perspektiven direkt aus den Teams
- Pulsbefragung machte Fortschritte, Bedarfe und Hürden frühzeitig sichtbar
- Individuelles Coaching für Führungskräfte stärkte deren Rolle als Multiplikatoren und Treiber des Wandels
- Offene Microsoft Teams‑Sprechstunden boten Raum für Fragen, Austausch und praktische Unterstützung im Arbeitsalltag
- Lernformate, Schulungen und FAQs unterstützten eine schnelle und nachhaltige Kompetenzentwicklung
Stärkenorientiertes Arbeiten unterstützt diesen Effekt: Wenn Teams in Veränderungsprozessen nicht nur auf Probleme schauen, sondern bewusst ihre Stärken (Kompetenzen, Routinen, funktionierende Zusammenarbeit) nutzen, steigen Motivation und Tempo. Das macht Veränderung nicht „leicht“, aber machbar.
Warum das auch für KI-Readiness entscheidend ist
Künstliche Intelligenz verändert Aufgaben, Rollen und Prozesse – also genau die Ebene, auf der Transformation ohnehin stattfindet. Wer Veränderungskompetenz aufbaut, schafft die kulturelle Basis, um neue Technologien später nicht nur einzuführen, sondern wirksam zu nutzen.
Prozesse – Digitale Zusammenarbeit braucht gemeinsame Räume
Transformation wird erst dann spürbar, wenn sie den Alltag besser macht: Zusammenarbeit, Abstimmungen, Wissensfluss, interne Kommunikation. Dafür braucht es Prozesse – und digitale Räume, in denen diese Prozesse gelebt werden.
Bei SachsenEnergie entstand durch den Wandel die Chance, das Intranet neu zu denken. Nicht als „neue Plattform“, sondern als gemeinsamer Ort, der die Unternehmensgruppe stärker zusammenbringt. Umgesetzt wurde in dem Projekt:
- Intranet und Wissensplattformen wurden zusammengeführt
- rund 4.000 Kolleginnen und Kollegen haben einen gemeinsamen Raum für Wissen, Austausch und Zusammenarbeit
- über 200 Pilotuser haben mit ihren Perspektiven und Wünschen zur Ausgestaltung beigetragen
Das ist ein entscheidender Punkt für den Change-Erfolg: Pilotgruppen erhöhen die Qualität, weil Anforderungen aus der Praxis einfließen – und sie steigern die Akzeptanz, weil Mitarbeitende früh Teil der Entwicklung sind.
Die Erfolge einer solchen zentralen Austauschplattform zeigten sich bei SachsenEnergie prompt:
- Silos werden schrittweise abgebaut
- Wissen wird leichter auffindbar und teilbar
- interne Kommunikation wird relevanter, weil sie näher am Arbeitsalltag ist
- Zusammenarbeit wird einfacher, weil ein gemeinsamer Bezugspunkt entsteht
Ein modernes Intranet ist damit mehr als ein Kommunikationskanal. Es ist Infrastruktur für digitale Zusammenarbeit – und eine tragende Säule für eine bessere Employee Experience.
Technologien – Daten, Plattformen und KI-Readiness
Technologien entfalten ihren Wert nicht durch „mehr Tools“, sondern durch Integration: Datenflüsse, Schnittstellen, Compliance, Automatisierung. Erst dann werden Prozesse schneller – und Zusammenarbeit effizienter.
SachsenEnergie nutzte den Zusammenschluss als Chance, auch das Kundenmanagement weiterzuentwickeln. Mit einer Multi-Cloud-Strategie wurde gemeinsam mit Telekom MMS ein innovativer und harmonisierter Vertriebs- und Kundenserviceprozess aufgebaut. Die neue Salesforce-Plattform sorgt künftig mit integrierten Umsystemen, effizienten Schnittstellen und voller Compliance für einen nahtlosen Datenfluss.
Diese Basis ermöglicht außerdem:
- eine maßgeschneiderte Vertriebs- und Serviceplattform
- kundenindividuelle Preise für B2B und B2C
- schnellere Entwicklung neuer Produkte und Services
- ein Self-Service-Kundenportal, über das Anliegen 24/7 erledigt werden können
Das Ergebnis ist klar: Das Kundenmanagement wird nicht nur schneller, sondern auch intelligenter – mit mehr Effizienz, Flexibilität und Kundenzufriedenheit.
Diese Basis ist außerdem Ausgangspunkt für reibungslose KI-Integration: ein sauberes Datenmanagement, klare Data Governance und eindeutig definierte Prozesse, integrierte Plattformen. Wer diese Grundlagen schafft, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass KI später nicht als isoliertes Experiment endet, sondern als produktive Anwendung im Vertrieb, Service und in der gesamten Customer Journey ankommt.
Warum digitale Transformation mehr ist als Digitalisierung – der Blick nach vorn
Viele Unternehmen setzen Digitalisierung und Transformation gleich. Doch Digitalisierung beschreibt oft vor allem den Einsatz neuer Tools und Plattformen. Transformation geht weiter: Sie verändert, wie Organisationen arbeiten, entscheiden und zusammenarbeiten – und schafft damit die Grundlage für den nächsten großen Schritt, der 2026 in vielen Branchen an Tempo gewinnt: Die KI-Transformation.
Von digitaler Transformation zur KI-Transformation
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur einzelne Funktionen. Sie verändert Arbeit selbst: Aufgaben werden neu verteilt, Rollen entwickeln sich weiter und Customer Journeys werden dynamischer, weil Anfragen, Entscheidungen und Prozesse schneller und personalisierter ablaufen können.
Besonders deutlich wird das bei KI-Agenten. Damit sind Systeme gemeint, die nicht nur Inhalte liefern oder Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig in einem definierten Rahmen erledigen können – über mehrere Schritte hinweg.
Das können sie in Unternehmen leisten:
- Mitarbeitende unterstützen: Informationen zusammenführen, Vorschläge machen, nächste Schritte vorbereiten
- Arbeitsschritte automatisieren: wiederkehrende Fälle erkennen, bewerten und nach Regeln weiterleiten
- Prozesse orchestrieren: Abläufe über Systeme hinweg anstoßen, Daten aktualisieren, Tickets oder Workflows auslösen
Das klingt nach Zukunft – ist aber vor allem eine Konsequenz aus dem, was Unternehmen heute bereits aufbauen. Denn KI funktioniert nicht „auf Zuruf“. Sie funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die Basis stimmt. Deshalb sollte ein Unternehmen vor allem die folgenden drei Voraussetzungen erfüllen, um KI-Agenten wirksam einsetzen zu können:
- Verlässliche Daten: damit Ergebnisse korrekt, nachvollziehbar und nutzbar sind
- Klare Prozesse mit Governance- und Compliance-Rahmen: definierte Abläufe, Zuständigkeiten und Regeln, damit KI sicher und konsistent handeln kann
- Mitgenommene Mitarbeitende: damit neue Arbeitsweisen akzeptiert werden und Zusammenarbeit funktioniert
Und genau hier wird das Beispiel SachsenEnergie relevant: Dort wurde Transformation nicht auf Technik reduziert. Es wurde an der Organisation gearbeitet – an Zusammenarbeit, an Orientierung, an einer gemeinsamen Kultur. Gleichzeitig wurden Intranet und Wissensräume zusammengeführt, Silos schrittweise abgebaut und im Kundenmanagement eine integrierte Plattformbasis mit nahtlosem Datenfluss aufgebaut.
So entsteht KI-Readiness nicht als Schlagwort, sondern als Ergebnis: weil Menschen Veränderung gemeinsam gestalten, weil digitale Zusammenarbeit einen Ort hat – und weil Daten, Prozesse und Plattformen so aufgestellt sind, dass intelligente Funktionen später überhaupt sinnvoll andocken können.
Kurz gesagt: Wer Transformation ganzheitlich denkt, digitalisiert nicht nur. Unternehmen schaffen dadurch die Voraussetzungen, damit KI in der Praxis entlasten, Prozesse beschleunigen und Kundenerlebnisse verbessern kann – ohne die Organisation zu überfordern.
Fazit: Transformation ist kein Ziel – sondern ein System
Das Beispiel SachsenEnergie zeigt, worauf es bei digitaler Transformation wirklich ankommt: Sie funktioniert dann, wenn drei Säulen zusammenspielen – Menschen, Prozesse und Technologien.
- Menschen: Veränderung gelingt, wenn Mitarbeitende eingebunden werden, Orientierung entsteht und Zusammenarbeit aktiv gestärkt wird.
- Prozesse: Digitale Zusammenarbeit braucht gemeinsame Räume, in denen Wissen, Austausch und interne Kommunikation zusammenlaufen.
- Technologien: Plattformen, Datenflüsse und integrierte Systeme schaffen die Basis für Effizienz – und für Zukunftsthemen wie KI.
Der entscheidende Punkt: Technik ist ein Mittel, nicht der Startpunkt. Wirkung entsteht, wenn eine Organisation Wandel gestalten kann – und wenn digitale Lösungen so aufgebaut sind, dass sie Arbeit erleichtern, statt Komplexität zu erhöhen.
Telekom MMS begleitet Unternehmen dabei end-to-end: von Change und Veränderungsbegleitung über Digital Workplace und moderne Intranet-/Wissensräume bis hin zu Daten- und Plattformstrategien als Grundlage für KI-Readiness.
Was Sie aus der SachsenEnergie-Transformation mitnehmen können
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