Zukunftscluster SEMECO startet in die zweite Förderphase: Telekom MMS stärkt Cybersicherheit und Datenschutz für vernetzte Medizinprodukte

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SEMECO startet von Mai 2026 bis Mai 2029 in die zweite Förderphase und entwickelt sichere, vernetzte sowie interoperable Technologien für die digitale Medizintechnik weiter. Telekom MMS beteiligt sich mit Expertise in Datenschutz, Cybersicherheit, digitalen Identitäten und vertrauenswürdigen Systemarchitekturen.

Die Medizintechnik steht vor einem Wandel: Medizinprodukte werden zunehmend digital, vernetzt und KI-gestützt. Damit wachsen nicht nur die Möglichkeiten für Diagnostik und Versorgung, sondern auch die Anforderungen an Datenschutz, Cybersicherheit und sichere Datenverarbeitung. Genau hier setzt SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) an. Der Zukunftscluster entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Medizin und Industrie Technologien, die Innovationen schneller und sicherer in die medizinische Praxis bringen.

Die zweite Förderphase läuft von Mai 2026 bis Mai 2029 und wird im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit bis zu 15 Millionen Euro gefördert. Aufbauend auf den Ergebnissen aus der ersten Förderphase von 2023 bis 2026 arbeiten die Partner daran, erprobte Konzepte in größere Demonstratoren und praxisnahe Referenzarchitekturen für das Gesundheitswesen zu überführen.

Fundament für die digitale Medizintechnik

Bereits in der ersten Förderphase entstanden wichtige Grundlagen für sichere und interoperable Gesundheitsplattformen. Die Telekom MMS brachte dabei ihre Expertise in den Bereichen IT-Sicherheit, Datenschutz, digitale Identitäten und vertrauenswürdige Systemarchitekturen ein. Gemeinsam mit den Projektpartnern entstanden sichere Edge-Cloud-Architekturen, Komponenten für die standardisierte Kommunikation zwischen Medizinprodukten, Ansätze zur datenschutzkonformen Verarbeitung medizinischer Daten sowie Demonstratoren für vernetzte klinische Prozesse.

So wurden bespielweise Proof-of-Concepts für sichere und datenschutzfreundliche Anmelde- und Zugangsmanagementprozesse im Krankenhausumfeld entwickelt, die auf dem Prinzip von sogenannter Self-Sovereign-Identity basieren.  In Phase 1 wurde in Workshops ebenfalls erarbeitet, wie digitale Tools zukünftig eingesetzt werden können: Es wurden sowohl regulatorische Anforderungen als auch Algorithmen analysiert, um Risikoanalysen als Plattform-Service zu integrieren und Empfehlungen für Maßnahmen zur Risikominimierung umzusetzen.

Vom Proof of Concept zu klinischen Anwendungsszenarien

Die zweite Förderphase baut direkt auf diesen Ergebnissen auf. Ziel ist es, bestehende Plattformkomponenten weiterzuentwickeln und ihr Zusammenspiel in realitätsnahen medizinischen Anwendungsszenarien zu demonstrieren. Im Fokus stehen sichere und herstellerunabhängige Plattformen, die Medizinprodukte, Cloud-Dienste und klinische Anwendungen miteinander verbinden.

Gemeinsam mit den Projektpartnern entstehen Demonstratoren für konkrete Einsatzfelder, beispielsweise in Operationssälen, Intensivstationen, Laboren, im Patientenmonitoring oder in der kapselbasierten Diagnostik. Dabei sollen Gerätekommunikation, Datenmanagement, Datenschutz und Workflow-Logik in einer gemeinsamen Architektur zusammengeführt werden.

Mit Kompetenzen in Confidential Computing, Datenschutz, KI-gestützter Cybersicherheit und Risikomanagement gestaltet Telekom MMS die Entwicklung vertrauenswürdiger digitaler Gesundheitslösungen in zwei Projekten aktiv mit.

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Entscheidend ist, diese Technologien in belastbare, souveräne Sicherheitsarchitekturen zu überführen und für konkrete Anwendungen in der Medizintechnik nutzbar zu machen. So schaffen wir die Grundlage für digitale Gesundheitslösungen, die Innovation mit Schutz sensibler Daten, nachvollziehbaren Vertrauensmodellen und der Einhaltung regulatorischer Anforderungen verbinden. Ivan Gudymenko, IT Security Architekt und Subject Matter Lead, Mitglied des Techboards

Vertrauenswürdige Plattformen und digitale Identitäten

Im ersten Querschnittsprojekt entwickelt die Telekom MMS Konzepte für vertrauenswürdige Cloud-Datenverarbeitung, digitale Identitäten und datenschutzgerechte Gesundheitsanwendungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Confidential Computing. Dadurch können Gesundheits-, Identitäts- und Berechtigungsdaten auch während ihrer Verarbeitung geschützt werden.

Darüber hinaus untersucht die Telekom MMS den Einsatz von Self-Sovereign Identity (SSI) und der EUDI Wallet. Ziel ist es, sichere und souveräne Identitäts- und Berechtigungslösungen für digitale Gesundheitsökosysteme zu schaffen und Nutzerinnen und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten zu ermöglichen.

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Die zweite Förderphase von SEMECO ermöglicht es uns, unsere Expertise in Confidential Computing, Self-Sovereign Identity bzw. European Digital Identity (EUDI), Privacy Engineering sowie vertrauenswürdigen KI-Systemen gemeinsam mit starken Partnern weiter auszubauen. Ivan Gudymenko, IT Security Architekt und Subject Matter Lead, Mitglied des Techboards

KI-gestützte Cybersicherheit für Medizinprodukte im Klinikalltag

Im zweiten Querschnittsprojekt untersucht die Telekom MMS den sicheren Einsatz von KI entlang des gesamten Produktlebenszyklus vernetzter Medizinprodukte und deren Einbindung in die Krankenhausinfrastruktur. Im Mittelpunkt stehen große Sprachmodelle (LLMs) und Retrieval-Augmented Generation (RAG), um Vorgaben für Zulassung, Datenschutz und Cybersicherheit verständlicher aufzubereiten und Risikoanalysen zu unterstützen.

Zusätzlich werden neue Bedrohungsszenarien für KI-basierte Medizinprodukte untersucht sowie Sicherheits- und Risikomodelle entwickelt, die den vertrauenswürdigen Einsatz moderner KI-Technologien unterstützen sollen.


→ Gerne beraten wir Sie zu Einsatzmöglichkeiten und Lösungen von KI im Gesundheitswesen.


Praxisbezug durch Erfahrungen im Gesundheitswesen

Neben der Forschungsarbeit bringt die Telekom MMS umfassende Erfahrung aus konkreten Gesundheitsprojekten ein. Dazu zählen Projekte für das Universitätsklinikum Bonn, das Klinikum Chemnitz (Kritis), die AOK PLUS und die BARMER als Trendsetter im digitalen Gesundheitswesen und mit sicherer Kommunikation über Messenger. Die dort gewonnenen Erfahrungen mit sicheren digitalen Gesundheitslösungen, Datenschutz, digitaler Kommunikation und regulierten IT-Umgebungen fließen direkt in die Arbeit innerhalb von SEMECO ein.

Innovative Lösungen für das Gesund­heits­wesen

Unsere Expert*innen begleiten Sie von der Strategie über die Umsetzung bis zum Betrieb sicherer, digitaler Lösungen für Krankenhäuser, Krankenkassen, Leistungserbringer und weitere Akteure im Gesundheitswesen.

Unsere Leistungen für das Gesundheitswesen

Medizintechnik gemeinsam sicher, vernetzt und zukunftsfähig machen

Mit der zweiten Förderphase führt SEMECO die erfolgreichen Arbeiten aus Phase 1 konsequent fort. Gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelt die Telekom MMS sichere Plattformkomponenten, digitale Identitätslösungen und KI-gestützte Sicherheitsansätze weiter. Ziel ist eine vernetzte Medizintechnik, die Innovation, Datenschutz, Cybersicherheit und Interoperabilität von Anfang an zusammendenkt und neue Technologien schneller in die Versorgung bringt.

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Entscheidend ist, dass die Ergebnisse nachvollziehbar, überprüfbar, alltagstauglich und belastbar sind. Kerstin Harzendorf, Projektleitung Telekom MMS im Semeco-Projekt “SmartCyber”, Expert Consultant, Teamlead Data Privacy

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